Ob du deinen In­ter­net­auf­tritt selbst ge­stal­test oder Profis be­auf­tragst: Überlege dir vorab genau, welches Website-Konzept du verfolgst. Diese stra­te­gi­sche Wahl liegt ganz bei dir. Mit unserer Übersicht gewinnst du schnell Klarheit über die gän­gigs­ten Website-Typen und ihre Be­son­der­hei­ten.

Corporate Website

  • Ziel­grup­pe: Un­ter­neh­men, Agenturen und Selbst­stän­di­ge
  • Zweck: Prä­sen­ta­ti­on des Betriebs inklusive Kon­takt­mög­lich­kei­ten

Die klas­si­sche Un­ter­neh­mens­sei­te (Corporate Website) ist das, was man land­läu­fig unter einer Website versteht: Ein Verbund aus mehreren Ein­zel­sei­ten, deren Haupt­auf­ga­be die In­for­ma­ti­on ist.

Hier zeigt das Un­ter­neh­men seine Leis­tun­gen, stellt das Team vor und bietet einen Draht zur Kund­schaft. Die Corporate Website fungiert als digitale Vi­si­ten­kar­te. Oft werden dy­na­mi­sche Elemente wie News-Bereiche oder Blogs in­te­griert, um Inhalte aktuell zu halten. Um­fang­rei­che Auftritte kom­bi­nie­ren meist ver­schie­de­ne Typen wie Landing­pa­ges oder Mi­cro­si­tes, um un­ter­schied­li­che Ziele zu erreichen.

Damit die Seite auch gefunden wird, sind zu­sätz­li­che Schritte wie Such­ma­schi­nen­mar­ke­ting für die Be­kannt­heit der Marke es­sen­zi­ell.

Ein Beispiel für eine solche klas­si­sche Corporate Website ist der Auftritt von KPMG:

Bild: Homepage von KPMG
Die Website der Be­ra­tungs­ge­sell­schaft KPMG ist eine klas­si­sche Corporate Website, bei der die In­for­ma­ti­on im Fokus steht. / Quelle: https://kpmg.com/de/de/home.html

Willst du deine Corporate Website ei­gen­hän­dig erstellen, ohne tief in den Code ein­zu­tau­chen? Mit dem Homepage-Baukasten von world4you lassen sich pro­fes­sio­nel­le Er­geb­nis­se un­kom­pli­ziert umsetzen. Al­ter­na­tiv kannst du eine Agentur wählen oder dich von Expert:innen beim Design un­ter­stüt­zen lassen.

Hinweis

Oft wird eine Corporate Website einfach „Homepage“ genannt. Präzise be­trach­tet ist die Homepage jedoch nur die Start­sei­te deines gesamten Web­auf­tritts.

Portfolio

  • Ziel­grup­pe: Künstler:innen und Kreative
  • Zweck: Dar­stel­lung vor­wie­gend visueller Re­fe­ren­zen

Portfolio-Websites sind darauf spe­zia­li­siert, visuelle Projekte äs­the­tisch zu in­sze­nie­ren. Das ist das ideale Format für Design-Profis, Fo­to­gra­fie oder Kunst­schaf­fen­de.

Designs für Port­fo­li­os sind meist luftig und mi­ni­ma­lis­tisch gehalten. Schon auf der Start­sei­te stehen grafische Elemente und Ar­beits­pro­ben im Fokus. Im Vergleich zur Corporate Website ist die Textmenge deutlich reduziert.

Ein Portfolio lässt sich auch ohne tech­ni­sches Vorwissen rea­li­sie­ren: Systeme wie WordPress bieten unzählige Themes, die du in­di­vi­du­ell füllen kannst. Die einzige Hürde ist das Hosting. Wähle am besten einen Partner wie world4you, der auf WordPress Hosting spe­zia­li­siert ist und eine einfache In­stal­la­ti­on er­mög­licht.

Ein typisches Beispiel für ein solches Portfolio ist die Seite des Fo­to­gra­fen Martin Schoeller:

Bild: Website des Fotografen Martin Schoeller
Kreativ-Websites sind oft als Portfolio aufgebaut. / Quelle: https://mar­tin­schoel­ler.com/Covers

Achte beim Erstellen deines Port­fo­li­os auf Qualität statt Quantität. Prä­sen­tie­re lieber eine Auswahl deiner besten Stücke, anstatt die Be­su­chen­den mit mit­tel­mä­ßi­gen Re­fe­ren­zen zu über­flu­ten.

Blog/Magazin

  • Ziel­grup­pe: Blogger:innen, Un­ter­neh­men, Jour­na­list:innen, In­fluen­cer:innen
  • Zweck: Laufende re­dak­tio­nel­le Infos oder Un­ter­hal­tung

Ein Blog oder ein Online-Magazin rückt re­dak­tio­nel­le Inhalte in das Zentrum. Du möchtest über Krypto-Trends schreiben oder eine digitale Lo­kal­zei­tung starten? Während Blogs oft eine statische Begrüßung haben, ähneln Magazine eher dem Print-Vorbild und zeigen direkt die ak­tu­ells­ten Storys.

Produkte oder Services werden hier meist nur am Rande angeboten. Die Haupt­rol­le spielt der aktuelle, re­gel­mä­ßi­ge Content – was sich direkt im Layout wi­der­spie­gelt.

Ein prak­ti­sches Beispiel dafür ist das Magazin „Food & Wine“:

Bild: Screenshot von der Website Food & Wine
Food & Wine fo­kus­siert sich voll auf aktuellen Content in Struktur und Design. / Quelle: https://www.foo­dan­dwi­ne.com/

Un­ter­schät­ze den Aufwand nicht: Bevor du deinen eigenen Blog erstellst, kläre, ob du die Inhalte allein stemmen kannst. Damit dein Blog zur ver­läss­li­chen An­lauf­stel­le wird, dürfen keine zu großen Pausen zwischen den Beiträgen entstehen.

Microsite

  • Ziel­grup­pe: Un­ter­neh­men
  • Zweck: Gezielte Info oder En­ter­tain­ment zu einem spe­zi­el­len Thema

Die Microsite ist die kompakte Variante der Fir­men­web­site. Sie kon­zen­triert sich auf wenige Un­ter­sei­ten oder sogar nur eine einzige Seite. Hier wird ein spe­zi­fi­sches Produkt oder ein eng gefasstes Thema be­leuch­tet, statt die gesamte Dienst­leis­tungs­pa­let­te ab­zu­bil­den.

Mi­cro­si­tes glänzen oft durch kreative Designs, die das Thema in­sze­nie­ren. In­ter­ak­tio­nen, Ani­ma­tio­nen und ver­schie­de­ne Medien sorgen für ein be­son­de­res Nut­zer­er­leb­nis.

Ein de­tail­ver­lieb­tes Beispiel ist „Creative Types by Adobe“, wo Nutzer:innen spie­le­risch ihren kreativen Charakter entdecken können.

Bild: Microsite von Adobe: Creative Types
Auf dieser Microsite führt ein Quiz zum per­sön­li­chen Kreativ-Typ. / Quelle: https://my­crea­ti­ve­ty­pe.com/

Landing­pa­ge

  • Ziel­grup­pe: Un­ter­neh­men, Selbst­stän­di­ge
  • Zweck: Leads ge­ne­rie­ren oder Verkäufe erzielen

Landing­pa­ges sind meist Onepager, die über ein Produkt aufklären und zu einer klaren Handlung auf­for­dern (CTA). Die Seite ist rein werblich aufgebaut und ver­zich­tet auf komplexe Me­nü­struk­tu­ren. Sie funk­tio­niert wie ein digitaler Ver­kaufs­brief, un­ter­stützt durch Grafiken und Videos.

Im Idealfall folgen die Be­su­chen­den dem roten Faden und sind am Ende bereit, ein Produkt zu kaufen, eine Dienst­leis­tung zu buchen oder sich für einen News­let­ter ein­zu­tra­gen.

In­spi­ra­ti­on liefert die American As­so­cia­ti­on for Writers (AWAI), die ihre Kurse gezielt über solche Seiten ver­mark­tet:

Bild: Beispielhafte Landingpage der AWAI
Die AWAI nutzt Landing­pa­ges für das Marketing ihrer On­line­kur­se. / Quelle: https://www.awai.com/co­py­wri­ting/p/

Oft sind diese Seiten Teil von On­line­mar­ke­ting-Kampagnen: Ein Klick auf eine Anzeige führt direkt auf die op­ti­mier­te Landing­pa­ge.

On­line­shop

  • Ziel­grup­pe: Un­ter­neh­men
  • Zweck: Online-Vertrieb von Waren oder digitalen Gütern

Während Landing­pa­ges super für Ein­zel­pro­duk­te funk­tio­nie­ren, ist für ein größeres Sortiment ein echter On­line­shop nötig.

Hier stehen die Produkte und ihre Details im Mit­tel­punkt. Eine intuitive Na­vi­ga­ti­on hilft der Kund­schaft, schnell das Ge­wünsch­te zu finden. In­for­ma­ti­ve Ratgeber können zwar Traffic bringen, aber das Herzstück bleibt das Wa­ren­an­ge­bot.

Die Struktur der meisten Shops ori­en­tiert sich an bewährten Standards großer Platt­for­men wie Amazon:
Bild: Amazon – Beispiel für einen Onlineshop
Amazon ist das Pa­ra­de­bei­spiel für einen Shop, bei dem die Ware über dem Content steht. / Quelle: https://www.amazon.de/

Die Technik dahinter ist komplex, da vom Warenkorb bis zur Bezahlung alles rei­bungs­los glatt laufen muss. Mit Baukästen kannst du kleinere On­line­shops selbst erstellen, bei größeren Vorhaben lohnt sich die Zu­sam­men­ar­beit mit Profis.

Web-App

  • Ziel­grup­pe: IT-Firmen, SaaS-Anbieter
  • Zweck: Be­reit­stel­lung einer in­ter­ak­ti­ven Anwendung

Web-Apps bewerben kein Produkt, sie sind das Produkt selbst. Ob Pro­jekt­pla­nung oder Buch­hal­tung – moderne Software läuft heute oft ohne In­stal­la­ti­on direkt im Browser.

Zwar nutzt auch eine Web-App Info-Seiten für Preise und Funk­tio­nen, doch der Kern ist das Tool selbst, das nach dem Login genutzt wird.

Trello ist ein bekanntes Beispiel für eine solche Pro­jekt­ma­nage­ment-App. Sie ist als reine Web-App kon­zi­piert, was orts­un­ab­hän­gi­ges Arbeiten für Teams extrem ver­ein­facht.

Bild: Website der Web-App Trello
Nutzer:innen können Trello nach der Anmeldung direkt im Browser verwenden. / Quelle: https://trello.com/de/

Schnell­ch­eck: Welches Konzept passt zu dir?

Die Un­ter­schie­de sind viel­fäl­tig. Falls du noch schwankst, welcher Typ dein Ziel am besten un­ter­stützt, hilft dir dieser Überblick:

Bild: Entscheidungshilfe: Website-Typen
Finde mit gezielten Fragen das passende Website-Modell für dein Vorhaben.

Bevor du mit dem Bau startest oder jemanden be­auf­tragst: Erstelle ein solides Konzept. So ver­mei­dest du, dass du später zeit­auf­wen­dig nach­bes­sern musst, weil die Aus­rich­tung nicht zum Ziel passt.

Wenn du genau weißt, was du brauchst, klappt auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Dienst­leis­tern viel besser – du sparst Zeit und kommst schneller zum Erfolg.

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