7 Website-Typen im Vergleich: Welches Projekt startest du?
Ob du deinen Internetauftritt selbst gestaltest oder Profis beauftragst: Überlege dir vorab genau, welches Website-Konzept du verfolgst. Diese strategische Wahl liegt ganz bei dir. Mit unserer Übersicht gewinnst du schnell Klarheit über die gängigsten Website-Typen und ihre Besonderheiten.
Corporate Website
- Zielgruppe: Unternehmen, Agenturen und Selbstständige
- Zweck: Präsentation des Betriebs inklusive Kontaktmöglichkeiten
Die klassische Unternehmensseite (Corporate Website) ist das, was man landläufig unter einer Website versteht: Ein Verbund aus mehreren Einzelseiten, deren Hauptaufgabe die Information ist.
Hier zeigt das Unternehmen seine Leistungen, stellt das Team vor und bietet einen Draht zur Kundschaft. Die Corporate Website fungiert als digitale Visitenkarte. Oft werden dynamische Elemente wie News-Bereiche oder Blogs integriert, um Inhalte aktuell zu halten. Umfangreiche Auftritte kombinieren meist verschiedene Typen wie Landingpages oder Microsites, um unterschiedliche Ziele zu erreichen.
Damit die Seite auch gefunden wird, sind zusätzliche Schritte wie Suchmaschinenmarketing für die Bekanntheit der Marke essenziell.
Ein Beispiel für eine solche klassische Corporate Website ist der Auftritt von KPMG:

Willst du deine Corporate Website eigenhändig erstellen, ohne tief in den Code einzutauchen? Mit dem Homepage-Baukasten von world4you lassen sich professionelle Ergebnisse unkompliziert umsetzen. Alternativ kannst du eine Agentur wählen oder dich von Expert:innen beim Design unterstützen lassen.
Oft wird eine Corporate Website einfach „Homepage“ genannt. Präzise betrachtet ist die Homepage jedoch nur die Startseite deines gesamten Webauftritts.
Portfolio
- Zielgruppe: Künstler:innen und Kreative
- Zweck: Darstellung vorwiegend visueller Referenzen
Portfolio-Websites sind darauf spezialisiert, visuelle Projekte ästhetisch zu inszenieren. Das ist das ideale Format für Design-Profis, Fotografie oder Kunstschaffende.
Designs für Portfolios sind meist luftig und minimalistisch gehalten. Schon auf der Startseite stehen grafische Elemente und Arbeitsproben im Fokus. Im Vergleich zur Corporate Website ist die Textmenge deutlich reduziert.
Ein Portfolio lässt sich auch ohne technisches Vorwissen realisieren: Systeme wie WordPress bieten unzählige Themes, die du individuell füllen kannst. Die einzige Hürde ist das Hosting. Wähle am besten einen Partner wie world4you, der auf WordPress Hosting spezialisiert ist und eine einfache Installation ermöglicht.
Ein typisches Beispiel für ein solches Portfolio ist die Seite des Fotografen Martin Schoeller:

Achte beim Erstellen deines Portfolios auf Qualität statt Quantität. Präsentiere lieber eine Auswahl deiner besten Stücke, anstatt die Besuchenden mit mittelmäßigen Referenzen zu überfluten.
Blog/Magazin
- Zielgruppe: Blogger:innen, Unternehmen, Journalist:innen, Influencer:innen
- Zweck: Laufende redaktionelle Infos oder Unterhaltung
Ein Blog oder ein Online-Magazin rückt redaktionelle Inhalte in das Zentrum. Du möchtest über Krypto-Trends schreiben oder eine digitale Lokalzeitung starten? Während Blogs oft eine statische Begrüßung haben, ähneln Magazine eher dem Print-Vorbild und zeigen direkt die aktuellsten Storys.
Produkte oder Services werden hier meist nur am Rande angeboten. Die Hauptrolle spielt der aktuelle, regelmäßige Content – was sich direkt im Layout widerspiegelt.
Ein praktisches Beispiel dafür ist das Magazin „Food & Wine“:

Unterschätze den Aufwand nicht: Bevor du deinen eigenen Blog erstellst, kläre, ob du die Inhalte allein stemmen kannst. Damit dein Blog zur verlässlichen Anlaufstelle wird, dürfen keine zu großen Pausen zwischen den Beiträgen entstehen.
Microsite
- Zielgruppe: Unternehmen
- Zweck: Gezielte Info oder Entertainment zu einem speziellen Thema
Die Microsite ist die kompakte Variante der Firmenwebsite. Sie konzentriert sich auf wenige Unterseiten oder sogar nur eine einzige Seite. Hier wird ein spezifisches Produkt oder ein eng gefasstes Thema beleuchtet, statt die gesamte Dienstleistungspalette abzubilden.
Microsites glänzen oft durch kreative Designs, die das Thema inszenieren. Interaktionen, Animationen und verschiedene Medien sorgen für ein besonderes Nutzererlebnis.
Ein detailverliebtes Beispiel ist „Creative Types by Adobe“, wo Nutzer:innen spielerisch ihren kreativen Charakter entdecken können.

Landingpage
- Zielgruppe: Unternehmen, Selbstständige
- Zweck: Leads generieren oder Verkäufe erzielen
Landingpages sind meist Onepager, die über ein Produkt aufklären und zu einer klaren Handlung auffordern (CTA). Die Seite ist rein werblich aufgebaut und verzichtet auf komplexe Menüstrukturen. Sie funktioniert wie ein digitaler Verkaufsbrief, unterstützt durch Grafiken und Videos.
Im Idealfall folgen die Besuchenden dem roten Faden und sind am Ende bereit, ein Produkt zu kaufen, eine Dienstleistung zu buchen oder sich für einen Newsletter einzutragen.
Inspiration liefert die American Association for Writers (AWAI), die ihre Kurse gezielt über solche Seiten vermarktet:

Oft sind diese Seiten Teil von Onlinemarketing-Kampagnen: Ein Klick auf eine Anzeige führt direkt auf die optimierte Landingpage.
Onlineshop
- Zielgruppe: Unternehmen
- Zweck: Online-Vertrieb von Waren oder digitalen Gütern
Während Landingpages super für Einzelprodukte funktionieren, ist für ein größeres Sortiment ein echter Onlineshop nötig.
Hier stehen die Produkte und ihre Details im Mittelpunkt. Eine intuitive Navigation hilft der Kundschaft, schnell das Gewünschte zu finden. Informative Ratgeber können zwar Traffic bringen, aber das Herzstück bleibt das Warenangebot.
Die Struktur der meisten Shops orientiert sich an bewährten Standards großer Plattformen wie Amazon:
Die Technik dahinter ist komplex, da vom Warenkorb bis zur Bezahlung alles reibungslos glatt laufen muss. Mit Baukästen kannst du kleinere Onlineshops selbst erstellen, bei größeren Vorhaben lohnt sich die Zusammenarbeit mit Profis.
Web-App
- Zielgruppe: IT-Firmen, SaaS-Anbieter
- Zweck: Bereitstellung einer interaktiven Anwendung
Web-Apps bewerben kein Produkt, sie sind das Produkt selbst. Ob Projektplanung oder Buchhaltung – moderne Software läuft heute oft ohne Installation direkt im Browser.
Zwar nutzt auch eine Web-App Info-Seiten für Preise und Funktionen, doch der Kern ist das Tool selbst, das nach dem Login genutzt wird.
Trello ist ein bekanntes Beispiel für eine solche Projektmanagement-App. Sie ist als reine Web-App konzipiert, was ortsunabhängiges Arbeiten für Teams extrem vereinfacht.

Schnellcheck: Welches Konzept passt zu dir?
Die Unterschiede sind vielfältig. Falls du noch schwankst, welcher Typ dein Ziel am besten unterstützt, hilft dir dieser Überblick:

Bevor du mit dem Bau startest oder jemanden beauftragst: Erstelle ein solides Konzept. So vermeidest du, dass du später zeitaufwendig nachbessern musst, weil die Ausrichtung nicht zum Ziel passt.
Wenn du genau weißt, was du brauchst, klappt auch die Kommunikation mit Dienstleistern viel besser – du sparst Zeit und kommst schneller zum Erfolg.