Wir zeigen dir in Schritt-für-Schritt-An­lei­tun­gen, wie du Ja­va­Script in den Browsern Mozilla Firefox, Google Chrome und Microsoft Edge de­ak­ti­vierst. Zudem erfährst du mehr über die Si­cher­heits­ri­si­ken dieser Web­tech­no­lo­gie.

Wie schalte ich Ja­va­Script im Browser aus?

Alle gängigen Web­brow­ser erlauben es dir, Ja­va­Script bei Bedarf zu de­ak­ti­vie­ren. Wo du diese Funktion findest, hängt von deinem be­vor­zug­ten Browser ab. Wie du Ja­va­Script mit wenigen Klicks aus­schal­test, erklären wir dir hier für Mozilla Firefox, Google Chrome und Microsoft Edge.

Ja­va­Script in Firefox de­ak­ti­vie­ren

In Mozilla Firefox ist die Option zum Aus­schal­ten von Ja­va­Script seit Version 23 nicht mehr direkt in den Standard-Ein­stel­lun­gen zu finden. Um die Skript­spra­che zu de­ak­ti­vie­ren, nutzt du den Kon­fi­gu­ra­ti­ons­edi­tor. Gehe dabei wie folgt vor:

Schritt 1: Tippe about:config in die Adress­zei­le ein und bestätige mit der Enter-Taste.

Schritt 2: Falls du den Editor zum ersten Mal öffnest, erscheint ein Warn­hin­weis. Bestätige dort, dass du das Risiko ak­zep­tierst und fort­fah­ren möchtest.

Bild: Firefox-Warnung im Konfigurationseditor
Warnung: Än­de­run­gen im Firefox-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­edi­tor können die Sta­bi­li­tät des Browsers be­ein­träch­ti­gen.
Tipp

Um die Warnung künftig zu über­sprin­gen, entferne einfach das Häkchen bei „Beim Aufruf dieser Ein­stel­lun­gen immer warnen“.

Schritt 3: Suche in der Leiste des Editors nach javascript.enabled. Firefox zeigt dir sofort die passende Zeile an. Klicke auf „Um­schal­ten“, um den Status von true auf false zu ändern.

Bild: Firefox-Einstellung javascript.enabled
Werte im Firefox-Editor lassen sich per Klick auf „Um­schal­ten“ oder Dop­pel­klick anpassen.
Hinweis

Möchtest du Skripte später wieder zulassen, kannst du jederzeit Ja­va­Script in Firefox ak­ti­vie­ren, indem du erneut auf „Um­schal­ten“ klickst.

Ja­va­Script in Chrome de­ak­ti­vie­ren

Bei Google Chrome ver­wal­test du die Ja­va­Script-Optionen ganz einfach direkt über das Ein­stel­lungs­me­nü.

Schritt 1: Klicke auf das Drei-Punkt-Symbol rechts oben und wähle den Punkt „Ein­stel­lun­gen“ aus.

Bild: Menü des Google Chrome Browsers
Die Ein­stel­lun­gen erreichst du über das Hauptmenü rechts oben.

Schritt 2: Navigiere links zu „Da­ten­schutz und Si­cher­heit“ und klicke dann auf „Website-Ein­stel­lun­gen“.

Bild: Website-Einstellungen in Google Chrome
Hier ver­wal­test du Be­rech­ti­gun­gen für einzelne Seiten.

Schritt 3: Scrolle zum Bereich „Inhalte“ und wähle dort „Ja­va­Script“ aus.

Bild: Inhaltseinstellungen in Chrome
Wähle Ja­va­Script aus, um die Aus­füh­rung zu steuern.

Schritt 4: Stan­dard­mä­ßig ist Ja­va­Script aktiv. Um es für alle Seiten zu sperren, wähle „Websites dürfen Ja­va­Script nicht verwenden“. Du kannst Ja­va­Script auch nur für bestimmte Seiten blo­ckie­ren oder erlauben.

Bild: JavaScript-Optionen in Chrome
Verwalte hier auch Ausnahmen über Black- und White­lists.
Tipp

In einem weiteren Guide zeigen wir dir, wie du Ja­va­Script in Google Chrome ak­ti­vie­ren kannst.

Ja­va­Script in Microsoft Edge de­ak­ti­vie­ren

Auch in Microsoft Edge lässt sich die cli­ent­sei­ti­ge Skript-Aus­füh­rung un­ter­bin­den. Das funk­tio­niert so:

Schritt 1: Öffne das Menü über die drei Punkte und klicke auf „Ein­stel­lun­gen“.

Bild: Einstellungen in Microsoft Edge
Rufe die Optionen über das Brow­ser­me­nü auf.

Schritt 2: Wähle links „Cookies und Web­site­be­rech­ti­gun­gen“ aus. Scrolle zu „Alle Be­rech­ti­gun­gen“ und klicke auf „Ja­va­Script“.

Bild: JavaScript-Berechtigungen in Edge
Hier legst du fest, welche Be­rech­ti­gun­gen Websites erhalten.

Schritt 3: De­ak­ti­vie­re den Schalter bei „Zu­ge­las­sen (empfohlen)“, um Ja­va­Script global aus­zu­schal­ten. Al­ter­na­tiv kannst du Ausnahmen über die Listen „Blo­ckie­ren“ oder „Zulassen“ de­fi­nie­ren.

Bild: JavaScript in Edge ausschalten
Sobald der Regler links steht, ist Ja­va­Script de­ak­ti­viert.

Welche Folgen hat das De­ak­ti­vie­ren?

Bevor du Ja­va­Script aus­schal­test, solltest du die Aus­wir­kun­gen kennen. Laut w3techs.com nutzen etwa 99 % aller Websites diese Technik. Ohne Ja­va­Script werden viele Seiten nicht mehr korrekt angezeigt oder funk­tio­nie­ren nur ein­ge­schränkt.

Da nicht jede Website eine Version ohne Skripte anbietet, fehlen dir beim Surfen oft wichtige Inhalte oder Funk­tio­nen.

Tipp

Statt Ja­va­Script komplett zu de­ak­ti­vie­ren, kannst du Er­wei­te­run­gen wie NoScript nutzen. Damit ent­schei­dest du in­di­vi­du­ell, welche Skripte aus­ge­führt werden dürfen.

Si­cher­heits­ri­si­ken von Ja­va­Script im Fokus

Neben HTML und CSS ist Ja­va­Script ein Grund­pfei­ler des modernen Internets. Fast keine Website kommt ohne cli­ent­sei­ti­ge Pro­gram­mie­rung aus. Dennoch solltest du die damit ver­bun­de­nen Si­cher­heits­aspek­te kennen.

Hinweis

Wichtig: Java und Ja­va­Script sind zwei völlig ver­schie­de­ne Sprachen. Die Na­mens­ähn­lich­keit war damals eine reine Marketing-Ent­schei­dung. Beide haben un­ter­schied­li­che Ansätze zur Code-Aus­füh­rung im Browser.

Grund­sätz­lich ist Ja­va­Script eine Sprache mit engem Spielraum. Sie dient primär dazu, um …

  • das Brow­ser­fens­ter via DOM (Document Object Model) zu steuern,
  • Dialoge oder neue Fenster zu öffnen,
  • Elemente zu animieren oder das Design dynamisch zu ändern,
  • For­mu­lar­ein­ga­ben zu prüfen,
  • Inhalte per Ajax nach­zu­la­den,
  • Nut­zer­da­ten (wie Klick­ver­hal­ten) an Ana­ly­se­tools zu senden.

Ja­va­Script kann nur auf Cookies oder lokale Speicher der je­wei­li­gen Website zugreifen, aber niemals auf deine gesamte Fest­plat­te. Es ist nicht möglich, Programme auf deinem Rechner zu starten. Dafür sorgt das Sandbox-Prinzip, das Skripte strikt vom rest­li­chen System isoliert.

Dennoch gibt es Miss­brauchs­po­ten­zi­al. Kri­mi­nel­le können Ja­va­Script nutzen, um:

  • Sys­tem­in­fos für Nut­zer­pro­fi­le oder das Finden von Si­cher­heits­lü­cken aus­zu­le­sen,
  • viele Pop-ups für DoS-Attacken zu öffnen und den PC zu bremsen,
  • schäd­li­chen Code zu tarnen,
  • täuschend echte Phishing-Seiten zu erstellen.

Zudem können Pro­gram­mier­feh­ler erst während der Aus­füh­rung auf deinem Gerät Probleme ver­ur­sa­chen.

Das größte Risiko stellt meist nicht die Sprache selbst dar, sondern der Ja­va­Script-In­ter­pre­ter des Browsers. Hat dieser eine Schwach­stel­le, könnten Skripte aus der Sandbox aus­bre­chen. Daher sind re­gel­mä­ßi­ge Browser-Updates es­sen­zi­ell für deine Si­cher­heit.

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