Im WinSxS-Ordner befinden sich vor­wie­gend Sys­tem­da­tei­en, die für das Wie­der­her­stel­len früherer Versionen es­sen­zi­ell sind. Obwohl er mit der Zeit be­trächt­lich wächst, darf er kei­nes­falls manuell gelöscht werden, da dies dein System instabil machen kann. Wir zeigen dir, welche Funktion der WinSxS-Ordner erfüllt und wie du richtig damit umgehst.

Was ist WinSxS und wo liegt dieser Ordner?

WinSxS ist die Abkürzung für Windows Side by Side und dient als Kom­po­nen­ten­spei­cher deines Be­triebs­sys­tems. Dieser Ordner übernimmt eine zentrale Aufgabe und ist als Stan­dard­be­stand­teil jeder Windows-In­stal­la­ti­on direkt auf der Sys­tem­par­ti­ti­on zu finden.

Die Aufgabe: Hier werden zu­sätz­li­che Da­tei­ver­sio­nen und Sys­tem­da­tei­en für die Sys­tem­wie­der­her­stel­lung auf­be­wahrt. Wenn du etwa ein Update in­stal­lierst, bleiben die alten Versionen als Backup darin erhalten. So ist dein System ab­ge­si­chert, falls ein Update einmal nicht glatt laufen sollte.

Du kannst dir den Inhalt einfach ansehen, indem du den Pfad C:\Windows\WinSxS öffnest. Da sich dort über die Zeit viele Gigabyte ansammeln, empfiehlt sich ein re­gel­mä­ßi­ges WinSxS Cleanup.

Welche Funktion hat der WinSxS-Ordner?

Der WinSxS-Ordner ist in sämtliche In­stal­la­ti­ons­pro­zes­se ein­ge­bun­den und stellt wichtige Stan­dard­funk­tio­nen bereit – etwa zum Drucken oder zum Öffnen be­stimm­ter Da­tei­ty­pen.

Auch Ser­vice­packs, Updates oder Hotfixes werden hier hin­ter­legt, um bei In­stal­la­tio­nen als Re­fe­renz­punk­te zu dienen. Muss das System wie­der­her­ge­stellt werden, greift Windows auf diese In­for­ma­tio­nen und Sys­tem­da­tei­en zurück, um einen schnellen Neustart zu er­mög­li­chen.

Ein Großteil des Ord­ner­in­halts besteht aus so­ge­nann­ten **Hardlinks**. Das sind Ver­knüp­fun­gen, die auf die ei­gent­li­chen Dateien auf deiner Fest­plat­te verweisen. So wissen die ver­schie­de­nen Windows-Dienste immer Bescheid, in welchem Zustand das System ist und ob zum Beispiel eine ak­tu­el­le­re Version benötigt wird.

Diese Struktur stellt sicher, dass deine Programme ohne Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­ble­me funk­tio­nie­ren. Da WinSxS haupt­säch­lich Links enthält, belegt er in Wahrheit deutlich weniger Spei­cher­platz, als es in den Ei­gen­schaf­ten den Anschein hat. Dort wird oft die Größe aller ver­knüpf­ten Dateien addiert, was zu hohen (vir­tu­el­len) Gigabyte-Werten führt.

Kann man WinSxS be­rei­ni­gen oder ver­klei­nern?

Auch wenn die Anzeige täuscht, ist es sinnvoll, das System von Da­ten­bal­last zu befreien. Es gibt Wege, den WinSxS-Ordner gezielt zu ver­klei­nern oder un­ge­nutz­te Teile zu löschen. Wir raten jedoch dringend davon ab, Dateien manuell und will­kür­lich zu entfernen, da du sonst dein System be­schä­di­gen könntest.

Der sicherste Weg führt über die Da­ten­trä­ger­be­rei­ni­gung. Mit einer klaren Anleitung kannst du über­flüs­si­ge Dateien im WinSxS-Ordner entfernen und so Spei­cher­platz gewinnen. Dieser Prozess lässt sich einfach über die Windows-Bord­mit­tel steuern, um den Kom­po­nen­ten­spei­cher von Altlasten zu befreien.

Zu­sätz­lich bietet Windows fort­ge­schrit­te­ne Optionen zur Ver­klei­ne­rung an. Wichtig: Nutzt du diese in­ten­si­ven Be­rei­ni­gungs­ver­fah­ren, kannst du danach keine Updates mehr de­instal­lie­ren oder das System auf diesen Punkt zu­rück­set­zen!

Passende An­lei­tun­gen findest du in unserem Digital Guide:

Darf man den WinSxS-Ordner komplett löschen?

Davon raten wir definitiv ab. WinSxS ist das Fundament für die Sta­bi­li­tät deines Be­triebs­sys­tems. Der Ordner ist un­ver­zicht­bar, wenn Probleme auftreten und du eine ältere Windows-Version zur Rettung deines Systems benötigst.

Auch für rou­ti­ne­mä­ßi­ge Updates ist dieser Spei­cher­ort die zentrale Basis. Die Grund­struk­tur sollte daher un­an­ge­tas­tet bleiben, damit Windows die Historie deiner In­stal­la­tio­nen korrekt verwalten kann.

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