Podman ist eine moderne Al­ter­na­ti­ve zu Docker, die es er­mög­licht, Container ohne einen zentralen Daemon-Prozess aus­zu­füh­ren. Dadurch bietet Podman eine höhere Si­cher­heit, was besonders für Rootless-Container vor­teil­haft ist. Unter Ubuntu 22.04 in­stal­lierst du Podman in wenigen Schritten.

Was ist Podman und wofür wird es genutzt?

Podman (kurz für Pod Manager) ist eine Open-Source-Container-Engine, mit der du Container und Pods ver­wal­test, ohne dass ein ständiger Hin­ter­grund­dienst laufen muss. Im Gegensatz zu Docker benötigt podman keinen Daemon, da es direkt mit den Con­tai­nern in­ter­agiert und diese im Be­nut­zer­kon­text ausführt. Die Engine wird häufig in sicheren Um­ge­bun­gen ein­ge­setzt, in denen ein flexibler Container-Betrieb gefragt ist.

Podman bietet etliche Vorteile. Die Engine un­ter­stützt Rootless-Container, wodurch du Container ohne Root-Rechte ausführst, was die Si­cher­heit massiv erhöht. Da die CLI-Befehle fast identisch mit den bekannten Docker-Befehlen sind, gelingt der Wechsel für erfahrene Docker-Nutzer:innen pro­blem­los. Zudem un­ter­stützt podman Ku­ber­netes-native Konzepte wie Pods und YAML-Kon­fi­gu­ra­tio­nen.

Vor­aus­set­zun­gen für die In­stal­la­ti­on

Bevor du podman unter Ubuntu in­stal­lierst, sollten folgende Punkte geklärt sein:

  • Ein aktuelles Ubuntu-System: Deine Linux-Dis­tri­bu­ti­on sollte am neuesten Stand sein.
  • Terminal-Zugriff mit sudo-Rechten: Die In­stal­la­ti­on auf Ubuntu erfordert ad­mi­nis­tra­ti­ve Be­rech­ti­gun­gen.
  • Min­des­tens 2 GB freier Speicher: Plane diesen Platz für die Pakete und künftige Container-Images ein.
  • In­ter­net­ver­bin­dung: Für den Download aus den of­fi­zi­el­len Ubuntu-Re­po­si­to­rys ist ein stabiler Zugang nötig.

In­stal­la­ti­on von Podman unter Ubuntu 22.04

Die In­stal­la­ti­on ist un­kom­pli­ziert und mit wenigen Befehlen erledigt. Folge einfach diesen Schritten.

Schritt 1: System ak­tua­li­sie­ren

Bevor du neue Software in­stal­lierst, bringe dein System auf den aktuellen Stand. So stellst du sicher, dass alle Ab­hän­gig­kei­ten glatt laufen.

sudo apt update && sudo apt upgrade -y
bash

Dieser Befehl ak­tua­li­siert die Pa­ket­lis­ten und spielt die neuesten Updates für dein System ein.

Schritt 2: Podman in­stal­lie­ren

Jetzt in­stal­lierst du podman auf Ubuntu 22.04. Da Ubuntu das Paket direkt in den of­fi­zi­el­len Quellen führt, nutzt du einfach den Pa­ket­ma­na­ger:

sudo apt install podman -y
bash

Damit werden podman sowie alle nötigen Ab­hän­gig­kei­ten her­un­ter­ge­la­den und ein­ge­rich­tet.

Schritt 3: Version über­prü­fen

Sobald alles fertig ist, prüfst du die in­stal­lier­te Version, um si­cher­zu­ge­hen, dass die Engine bereit ist:

podman --version
bash

War die In­stal­la­ti­on er­folg­reich, wird dir die aktuelle Ver­si­ons­num­mer angezeigt.

Bild: Podman: Versionsanzeige unter Ubuntu
In diesem Beispiel ist die Podman-Version 3.4.4 in­stal­liert.

Über­prü­fung der In­stal­la­ti­on

Um zu testen, ob podman korrekt arbeitet, startest du einen Test-Container. Nutze dafür am besten das klas­si­sche „hello-world“-Image:

podman run --rm hello-world
bash

Erscheint eine Be­grü­ßungs­nach­richt, läuft podman ein­wand­frei auf deinem System.

Bild: Podman: Testcontainer erfolgreich erstellt
Mit podman kannst du nun Container wie den bekannten „hello-world“-Test­con­tai­ner starten.

Deine Container-Umgebung kannst du zudem jederzeit mit diesem Befehl unter die Lupe nehmen:

podman info
bash

Du erhältst Details zur In­stal­la­ti­on, zu den Speicher-Backends und zur Kon­fi­gu­ra­ti­on. Bei Problemen hilft der Befehl podman system reset, um die Ein­stel­lun­gen komplett zu­rück­zu­set­zen.

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