So installierst du Docker auf Red Hat Enterprise Linux 9
Für die Installation von Docker auf Red Hat Enterprise Linux 9 hast du zwei Optionen. Zwar empfehlen wir die Erstellung eines Repositorys, eine manuelle Installation ist allerdings ebenso möglich.
Docker auf RHEL 9
Mit der offenen Plattform Docker wird das Entwickeln an verschiedenen Standorten oder Geräten sowie die Teamarbeit für Nutzer:innen deutlich einfacher. Da Anwendungen mitsamt ihren Abhängigkeiten in Docker-Containern versendet und ausgeführt werden können, wird auch die Performance massiv gesteigert. Eine beliebte Kombination ist Docker mit Red Hat Enterprise Linux 9. Die proprietäre Linux-Distribution gilt mittlerweile als eine der robustesten, sichersten und flexibelsten Lösungen speziell für Unternehmen. Auch die Kompatibilität mit zahlreichen Software-Paketen spricht für die Plattform. Wir erklären dir, wie die Installation von Docker unter Red Hat Enterprise Linux (RHEL) glatt läuft.
In unserem Digital Guide findest du auch eine ausführliche Anleitung für die Installation von Docker auf RHEL 8.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Wenn du Docker auf RHEL 9 installieren möchtest, sind nur wenige Vorkehrungen nötig. Du benötigst eine virtuelle Maschine, auf der bereits Red Hat Enterprise Linux in der passenden Version läuft. Wie du RHEL 9 installierst, erfährst du ebenfalls in unserem Digital Guide. Für diese virtuelle Maschine benötigst du außerdem Admin-Privilegien. Zudem ist eine stabile Internetverbindung wichtig, damit du alle benötigten Pakete laden kannst. Sind diese Bedingungen erfüllt, steht der Installation nichts mehr im Weg.
Installation von Docker auf Red Hat Linux Enterprise 9
Am einfachsten gelingt die Installation von Docker auf Red Hat Enterprise Linux 9 mit einem rpm-Repository. Dafür setzt du zunächst ein solches Verzeichnis auf und führst dann die weiteren Schritte durch. Wir empfehlen diese Methode, da auch künftige Updates so leichter vonstattengehen. Das Prozedere sieht wie folgt aus:
Alte Docker-Versionen löschen
Bevor du eine neue Version von Docker aufspielst, solltest du alte Versionen und sämtliche Abhängigkeiten entfernen. Auch der Paketmanager Podman wird dabei entfernt. In der Folge nutzt du für die Arbeitsschritte das System YUM (Yellowdog Updater, Modified). Der entsprechende Code lautet:
sudo yum remove docker \
docker-client \
docker-client-latest \
docker-common \
docker-latest \
docker-latest-logrotate \
docker-logrotate \
docker-engine \
podman \
runcbashFalls keine alten Versionen vorhanden sind, informiert dich YUM darüber.
System am neuesten Stand halten
Bevor du mit der Installation beginnst, ist es sinnvoll, dein gesamtes System zu aktualisieren. So stellst du sicher, dass alle Dateien und Abhängigkeiten aktuell sind. Dies ist die passende Anweisung:
yum updatebashRepository erstellen
Die Installation erfolgt über ein Repository. Um dieses Verzeichnis zu erstellen, benötigst du das Paket yum-utils, das den Konfigurationsmanager von YUM enthält. Mit den folgenden zwei Befehlen installierst du yum-utils, startest den Manager und legst ein neues Repository für Docker auf RHEL 9 an:
sudo yum install -y yum-utils
sudo yum-config-manager --add-repo https://download.docker.com/linux/rhel/docker-ce.repobashAktuelle oder spezifische Version installieren
Wenn du die neueste Version von Docker auf Red Hat Enterprise Linux 9 installieren möchtest, nutze den folgenden Befehl. Er installiert neben der Engine auch die Laufzeitumgebung containerd und das Orchestrierungstool Docker Compose.
sudo yum install docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-buildx-plugin docker-compose-pluginbashIn manchen Fällen wirst du nach dem GPG-Schlüssel gefragt. Vergleiche den hinterlegten Schlüssel mit dieser Zahlenkombination und bestätige die Richtigkeit, wenn beide übereinstimmen.
060A 61C5 1B55 8A7F 742B 77AA C52F EB6B 621E 9F35bashMöchtest du hingegen eine ganz bestimmte Version von Docker für RHEL 9 nutzen, kannst du eine Liste aller verfügbaren Optionen aus dem Repository abrufen und die passende Variante wählen. Eine solche Liste sieht beispielsweise so aus:
yum list docker-ce --showduplicates | sort -r
docker-ce.s390x 3:24.0.0-1.el8 docker-ce-stable
docker-ce.s390x 3:23.0.6-1.el8 docker-ce-stable
<...>bashWähle die gewünschte Version und setze den vollständigen Namen im folgenden Befehl statt des Platzhalters „name_der_version“ ein. Die Namen folgen immer diesem Prinzip: Paketname (hier „docker-ce“), ein Bindestrich und dann die Versionsnummer. Für die erste Option oben wäre dies die korrekte Bezeichnung: docker-ce-3:24.0.0-1.el8.
sudo yum install docker-ce-name_der_version docker-ce-cli-name_der_version containerd.io docker-buildx-plugin docker-compose-pluginbashDocker überprüfen
Um sicherzugehen, dass die Installation von Docker auf Red Hat Enterprise Linux 9 geklappt hat, startest du die Plattform mit diesem Befehl:
sudo systemctl start dockerbashDanach erstellst du das Docker-Image „hello-world“. Wenn dieses wie gewünscht funktioniert, war die Installation erfolgreich.
sudo docker run hello-worldbashDocker auf RHEL 9 manuell installieren
Du hast auch die Möglichkeit, Docker auf RHEL 9 ohne die Erstellung eines Repositorys zu installieren.
Alte Docker-Versionen auf RHEL 9 entfernen
Zuerst löscht du alle alten Docker-Versionen auf Red Hat Enterprise Linux 9 sowie den Paketmanager Podman. Der Code dafür lautet:
sudo yum remove docker \
docker-client \
docker-client-latest \
docker-common \
docker-latest \
docker-latest-logrotate \
docker-logrotate \
docker-engine \
podman \
runcbashrpm-Datei herunterladen
Navigiere nun in deinem Browser zur offiziellen Downloadseite von Docker und lade die gewünschte rpm-Datei herunter.
Installation starten
Um die manuelle Installation von Docker auf Red Hat Enterprise Linux 9 zu starten, verwende den folgenden Befehl. Ersetze den Platzhalter „pfad/zu/ihrem/paket“ durch den Speicherort der rpm-Datei.
sudo yum install /pfad/zu/ihrem/paket.rpmbashInstallation prüfen
Sobald die Installation fertig ist, startest du Docker mit diesem Command:
sudo systemctl start dockerbashErstelle das Docker-Image „hello-world“. Wenn das klappt, war die Installation erfolgreich.
sudo docker run hello-worldbash