Tauschst du Hardware wie den Prozessor aus, erkennt die Ba­sis­soft­ware das neue Bauteil manchmal nicht. Ein BIOS-Update ist in so einem Fall oft die rasche, wenn auch etwas knifflige Lösung, um alles wieder glatt laufen zu lassen.

Wann ist ein BIOS-Update sinnvoll?

Eine Ak­tua­li­sie­rung des BIOS solltest du nicht ohne triftigen Grund angehen. Es handelt sich um einen kri­ti­schen Vorgang. Geht dabei etwas schief, kann das System un­brauch­bar werden. Führe ein BIOS-Update daher nur in folgenden Si­tua­tio­nen durch:

  1. Probleme bei der Kom­pa­ti­bi­li­tät: Du hast neue Kom­po­nen­ten (wie CPU, RAM oder Gra­fik­kar­te) verbaut, aber dein System erkennt diese nicht oder un­ter­stützt sie nicht voll­um­fäng­lich. Ein Update kann hier für die nötige Un­ter­stüt­zung sorgen.
  2. Mangelnde Sta­bi­li­tät: Läuft dein System instabil, stürzt häufig ab oder zeigt seltsame Feh­ler­mel­dun­gen, liefern Her­stel­ler oft BIOS-Versionen mit wichtigen Bugfixes nach.
  3. Direkte Her­stel­ler­emp­feh­lung: Ge­le­gent­lich raten Her­stel­ler explizit zu einem Update, wenn we­sent­li­che Op­ti­mie­run­gen oder Si­cher­heits­lü­cken ge­schlos­sen wurden.

BIOS-Update: So bereitest du dich vor

Bevor du startest, musst du Her­stel­ler und Modell deines Main­boards kennen. Nur so stellst du sicher, dass du die korrekte Software in­stal­lierst. Die Details findest du meist im Handbuch des Main­boards oder direkt auf der Platine auf­ge­druckt.

Unter Windows lassen sich diese Infos bequem über die Sys­tem­in­for­ma­tio­nen auslesen. Nutze dafür einfach die Such­funk­ti­on. Dort wird dir auch direkt die aktuell in­stal­lier­te BIOS-Version angezeigt.

Bild: Windows 11: Systeminformationen
In den Windows 11 Sys­tem­in­for­ma­tio­nen siehst du alle Details zu deinem aktuellen BIOS.
Tipp

Falls du im BIOS eigene Ein­stel­lun­gen vor­ge­nom­men hast, notiere dir diese vorher. Nach der Ak­tua­li­sie­rung wird die Software oft auf die Werks­ein­stel­lun­gen zu­rück­ge­setzt.

Wie wird ein BIOS-Update durch­ge­führt?

Schritt 1: Die richtige BIOS-Datei finden

Kennst du deine Mainboard-Daten, suche auf der Website des Her­stel­lers nach den passenden Dateien. Prüfe ganz genau, ob die Version exakt mit deinem Board über­ein­stimmt – oft un­ter­schei­den sich Modelle nur durch einen einzelnen Buch­sta­ben im Namen.

Schritt 2: Update auf einen USB-Stick laden

Speichere die Dateien auf einem einfachen USB-Stick. Meist erhältst du ein ZIP-Archiv. Entpacke die ZIP-Datei und beachte die Anleitung des Her­stel­lers. Manchmal muss die Datei nach dem Entpacken noch umbenannt werden.

Schritt 3: System neu starten und Update starten

Lasse den USB-Stick ein­ge­steckt und starte den Computer neu. Während des Bootens öffnest du das BIOS über die ent­spre­chen­de Taste.

Hinweis

Manche Her­stel­ler bieten spezielle Tools an, mit denen du das Update direkt unter Windows starten kannst. Ob du diese Hilfe nutzt oder den manuellen Weg wählst, bleibt dir über­las­sen – das Resultat bleibt gleich.

Suche in der BIOS-Ober­flä­che nach der Update-Funktion (oft unter “Tools” oder “Advanced”). Sobald du den Menüpunkt gefunden hast, wählst du den Pfad zum USB-Stick aus. Nach Abschluss der In­stal­la­ti­on startet der Rechner neu und du kannst ihn wie gewohnt nutzen. Das BIOS-Update ist damit erledigt.

Spe­zi­fi­sche An­lei­tun­gen für bekannte Marken findest du hier:

Hilfe, das BIOS-Update ist fehl­ge­schla­gen!

Sollten während des Vorgangs Probleme auftreten, schalte das Gerät nicht einfach aus. Probiere statt­des­sen, das Update erneut zu starten oder den USB-Stick neu zu for­ma­tie­ren und die Datei nochmals zu laden. Hilft alles nichts und lässt sich auch die alte Version nicht wie­der­her­stel­len, nimm Kontakt zum Support des Her­stel­lers auf. Profis können den BIOS-Chip im Notfall neu pro­gram­mie­ren.

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