Du möchtest MariaDB unter Debian 11 in­stal­lie­ren? Folge einfach dieser Anleitung, um deine Datenbank startklar zu machen:

  1. Bringe deine Debian-11-In­stal­la­ti­on auf den neuesten Stand.
  2. Starte die In­stal­la­ti­on von MariaDB.
  3. Kon­fi­gu­rie­re das System nach deinen An­for­de­run­gen.
  4. Richte bei Bedarf ein zu­sätz­li­ches Admin-Konto ein.
  5. Prüfe, ob alles wie gewünscht läuft.

MariaDB und Debian 11: Ein starkes Team

Beim Vergleich MariaDB vs. MySQL zeigt sich schnell, dass MariaDB eine erst­klas­si­ge Wahl ist. Der SQL-Server gilt als besonders stabil, sicher und flexibel. Da die Software als direktes Drop-In-Re­pla­ce­ment für MySQL ent­wi­ckelt wurde, lässt sie sich ohne großen Aufwand als Ersatz im LAMP-Stack (Linux, Apache, MySQL und PHP, Python oder Perl) einsetzen. Auch Debian setzt seit geraumer Zeit auf MariaDB und liefert die passenden Pakete direkt mit.

Was sind die Vor­aus­set­zun­gen?

Für dein MariaDB-Setup unter Debian 11 braucht es nicht viel: Du benötigst einen Server, auf dem Debian 11 bereits läuft. Du solltest Root-Zugriff haben und eine aktive Firewall nutzen. In der Regel reicht ein CPU-Kern aus. Plane zudem min­des­tens 512 MB RAM und 1 GB Spei­cher­platz auf der Fest­plat­te ein.

MariaDB unter Debian 11 in­stal­lie­ren: So gehst du vor

In den nächsten Schritten zeigen wir dir, wie du MariaDB auf deinem Debian-System in­stal­lierst.

Schritt 1: Pa­ket­quel­len ak­tua­li­sie­ren

Sorge zuerst dafür, dass dein System am neuesten Stand ist. Ak­tua­li­sie­re den Pa­ke­t­in­dex mit diesen beiden apt-Befehlen:

sudo apt update
sudo apt upgrade
bash

Sobald das erledigt ist, startest du mit der ei­gent­li­chen In­stal­la­ti­on.

Schritt 2: MariaDB-In­stal­la­ti­on starten

Verwende diesen Befehl, um das MariaDB-Paket zu laden:

sudo apt install mariadb-server
bash

Damit ist die Basis gelegt. Um dein System ab­zu­si­chern, folgen nun noch wichtige Ein­stel­lun­gen.

Schritt 3: Si­cher­heits­skript nutzen

MariaDB liefert ein prak­ti­sches Skript mit, um Stan­dard­ein­stel­lun­gen sicher an­zu­pas­sen. Starte es mit diesem Befehl:

sudo mysql_secure_installation
bash

Das Skript fragt dich nach dem Root-Passwort für die Datenbank. Da noch keines vergeben wurde, drücke einfach [Enter], um den Punkt vorerst zu über­sprin­gen. Bei der Frage nach der Au­then­ti­fi­zie­rung via unix_socket gibst du [N] ein und be­stä­tigst mit [Enter].

Auch die Frage nach einer Änderung des Root-Passworts verneinst du mit [N] und [Enter], da dies aus Si­cher­heits­grün­den nicht ratsam ist. Alle weiteren Fragen be­ant­wor­test du mit [Y], um Test­da­ten­ban­ken, anonyme User und Remote-Logins für Root zu entfernen.

Schritt 4: Weiteren Admin anlegen (optional)

Dieser Schritt ist nicht zwingend, sorgt aber für mehr Fle­xi­bi­li­tät und Sor­gen­frei­heit. Debian 11 nutzt stan­dard­mä­ßig unix_socket für Root, was bei externen Pro­gram­men zu Hürden führen kann. Erstelle daher am besten einen zu­sätz­li­chen Admin-User:

Öffne die MariaDB-Shell:

sudo mariadb -u root
bash

Lege den neuen User an und wähle einen eigenen Namen sowie ein sicheres Passwort:

CREATE USER 'nutzername'@'localhost' IDENTIFIED BY 'passwort';
GRANT ALL PRIVILEGES ON *.* TO 'nutzername'@'localhost' WITH GRANT OPTION;
sql

Nutze den Befehl FLUSH PRIVILEGES, um die Än­de­run­gen zu ak­ti­vie­ren:

FLUSH PRIVILEGES;
sql

Verlasse die Shell wieder:

exit
bash
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