MariaDB-Nutzer:innen anlegen: So erstellst du Profile im Handumdrehen
Mit CREATE USER legst du in MariaDB neue Accounts an. Wenn du ein neues User-Profil hinzufügen möchtest, brauchst du dafür Administrator-Rechte. Die Berechtigungen für das jeweilige Konto definierst du mit GRANT.
CREATE USER in MariaDB: So gehst du vor
Um ein neues Profil zu erstellen, nutzt du in MariaDB den Befehl CREATE USER. Hier zeigen wir dir, welche Schritte für diesen Vorgang notwendig sind.
Schritt 1: Verbindung zu MariaDB herstellen
Die Anlage der neuen Nutzer:innen erfolgt direkt in MariaDB. Um dich zu verbinden, öffne die MariaDB-Befehlszeile und melde dich mit deinem Usernamen und Passwort an. Achte darauf, dass der verwendete Account über Admin-Rechte verfügt.
Schritt 2: CREATE USER nutzen
Verwende nun CREATE USER, um in MariaDB neue Nutzer:innen anzulegen. Die Syntax für diese Anweisung sieht so aus:
CREATE USER nutzername@hostname IDENTIFIED BY 'passwort';sqlErsetze den Platzhalter „nutzername“ durch deinen gewünschten Namen. Dieser muss innerhalb der Serverumgebung eindeutig sein. „hostname“ tauschst du gegen den entsprechenden Hostnamen oder die IP-Adresse deines Servers aus. Zum Schluss folgt ein sicheres Passwort für das Konto.
Schritt 3: Berechtigungen definieren
Im nächsten Schritt stattest du den neuen User mit den erforderlichen Rechten aus. Diese bestimmen, welche Aktionen auf dem System erlaubt sind. Details zu den Berechtigungen findest du weiter unten. Für die Zuweisung nutzt du den Befehl GRANT mit folgender Syntax:
GRANT nutzerrechte ON datenbank.tabelle TO nutzername@hostname;sqlNach GRANT listest du alle Rechte auf, die das Konto erhalten soll, getrennt durch Kommata. „datenbank.tabelle“ bezieht sich entweder auf eine spezifische Datenbank/Tabelle oder gilt mit *.* für das komplette System. Ersetze „nutzername@hostname“ durch die Daten deines neuen Users.
Schritt 4: Rechte aktiv setzen
Damit die vergebenen Berechtigungen sofort wirksam werden, nutzt du die Anweisung FLUSH PRIVILEGES. Der Befehl lautet:
FLUSH PRIVILEGES;sqlSchritt 5: Anmeldung testen
Nun können sich die neuen Nutzer:innen am MariaDB-Server anmelden. Dazu sind lediglich der Username und das Passwort nötig. Das Profil verfügt jetzt über die konfigurierten Rechte. Um ein Konto wieder zu entfernen, kannst du als Administrator:in den Befehl DROP USER verwenden.
Rechte für Nutzer:innen vergeben
Die Nutzerrechte (englisch „privileges“) legen fest, welche Operationen mit einem MariaDB-Account möglich sind. Während Admin-Profile vollen Zugriff haben, solltest du die Rechte für andere Konten einschränken, um die Sicherheit zu gewährleisten. Das sind die wichtigsten Berechtigungen:
ALL: Verleiht alle Rechte mit Ausnahme vonGRANT OPTION.GRANT OPTION: Überträgt die Rechte deines eigenen Accounts.SELECT: Erlaubt den Zugriff auf Datenbanken oder Tabellen.INSERT: Ermöglicht das Hinzufügen neuer Zeilen in Tabellen.UPDATE: Erlaubt das Aktualisieren bestehender Zeilen.DELETE: Gestattet das Löschen von Datensätzen.CREATE: Erlaubt das Anlegen neuer Tabellen oder Datenbanken.ALTER: Ermöglicht Änderungen an der Tabellenstruktur.DROP: Erlaubt das Entfernen von Tabellen oder Datenbanken.
Möchtest du Berechtigungen später anpassen, nutze REVOKE. Einen Überblick über alle aktiven Rechte erhältst du mit dem Befehl SHOW GRANTS FOR.
OR REPLACE und IF NOT EXISTS
Falls du mit CREATE USER einen Account erstellen willst, dessen Name bereits existiert, gibt das System einen Fehler aus. Um das zu vermeiden, bietet MariaDB zwei Optionen: OR REPLACE und IF NOT EXISTS.
Die Syntax für OR REPLACE sieht so aus:
CREATE OR REPLACE USER nutzername@hostname IDENTIFIED BY 'passwort';sqlDies ist die Abkürzung für diesen Code-Block:
DROP USER IF EXISTS nutzername@hostname;
CREATE USER nutzername@hostname IDENTIFIED BY 'passwort';sqlHierbei prüft das System, ob der Name bereits vergeben ist. Falls ja, wird der bestehende Account durch den neuen ersetzt. Existiert der Name noch nicht, wird er neu angelegt.
Die Syntax für IF NOT EXISTS lautet:
CREATE USER IF NOT EXISTS nutzername@hostname IDENTIFIED BY 'passwort';sqlAuch hier findet eine Prüfung statt. Gibt es den Namen schon, erscheint lediglich eine Warnung und es wird nichts überschrieben. Ist der Name frei, wird das Profil erstellt.